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Oya Schuru-esch-Schams - geboren am 21.10.1996

Ihre Erfolge: - Landesrennsiegerin Baden-Kurpfalz 1999
                         - FCI Weltrennsiegerin 2001
                         - CACIL Prüfung          
                         - diverse BOB's     

Was lange währt, wird endlich gut....

Wenn der eigene Hund bei einem Weltsiegerrennen  gewinnt, kann sich wohl jeder vorstellen, welch ein glücklicher Moment dies für  Frauchen oder Herrchen ist. Als unsere Oya jedoch am 8. Juni 2001 in Münster als Erste über die  Ziellinie rannte, war das noch viel mehr. Es war ein Sieg über Verletzungen, Pech und sehr ungünstige Hitzetermine. 1998 beim Erlangen der Rennlizenz  zusammen mit Bruder Orlando war die Welt noch in Ordnung. Da zeigte sich, im direkten Vergleich mit ihrem Bruder, dass auch die Kleine sehr schnelle Beinchen hat. Während jedoch ihr Bruder in diesem Jahr seinem Weltmeistertitel  entgegenrannte, war seine Schwester heiß. Und dies wird sie jedes Jahr recht pünktlich Ende Mai - Anfang Juni!


Oya musste T-Shirt tragen, 
damit sie nicht am Gips knabberte.

Nicht genug damit, Ende des gleichen Jahres brach sie sich durch einen unglücklichen Zufall bei uns daheim ihr linkes Vorderbein komplett durch. Platte und Schrauben rein, Gips drum, nach 8 Wochen Platte und Schrauben raus, nur Leine gehen und schonen, schonen, schonen..... 

An Rennen oder auch nur Trainigsläufe haben wir im Traum nicht mehr gedacht. Unser ganzes Hoffen ging darum, dass Oya wieder ein ganz normales Leben führen und mit ihrem Rudel wie früher toben und spielen kann. Als die lange Phase der “Leinengehzeit” vorbei war und wir sie das erste Mal wieder frei mit den anderen Hunden laufen und spielen ließen und sahen, dass es klappt - dies war für uns der glücklichste Moment in Oya's Leben. Dann wagten wir zaghaft die ersten Trainingsläufe - denn Rennen ist ihr Leben. Doch bis sie sich wieder fit und einsatzbereit zeigte, war das Rennjahr 1999 fast vorbei. Sie durfte Ende des Jahres beim Landessiegerrennen und beim Deutschen Derby starten, bei letzterem musste sie sich allerdings mit dem zweiten Platz begnügen.

Auch das Jahr 2000 war mit Verletzungspech (nicht auf der Rennbahn!) durchzogen und Oya konnte nicht starten. Eine der Verletzungen war so stark, dass wir uns Anfang April 2001 zur Amputation einer Zehe am Vorderbein entschließen mussten. Exakt 6 Wochen vor der Weltmeisterschaft wurden die Fäden gezogen und 3 Wochen vorher konnte sie seit fast einem Jahr wieder frei und ohne Leine laufen und spielen und ihren ersten Trainigslauf absolvieren.


Oya (blaue Renndecke, hier die Startgerade) auf dem Weg zum Sieg.

Mit einen Sieg bei der Weltmeisterschaft haben wir durch diese Vorgeschichte niemals gerechnet. Wir waren froh, endlich einmal dabei sein zu dürfen. Dass unsere Kleine aber soviel Ehrgeiz und Biss zeigte und uns durch ihre Kondition überraschte, war mehr, als wir jemals erwartet hatten. Wir wussten immer, was in ihr steckt - nun hat sie es endlich einmal zeigen dürfen. Der Abend der Weltmeisterschaft in Münster wird uns ewig in Erinnerung bleiben, auch weil die ganze “Sloughi-Szene” sich aufrichtig mit uns freute. Deswegen bedanken wir uns bei allen, besonders auch bei der Konkurrenz, denn ohne die anderen Teilnehmer hätte Oya niemals gewinnen können.

Und beim »Lachen und 
Küssen« bist Du sowieso die Nr. 1!!

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